Gynäkologische Zusatzleistungen

Die Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Blase von der Scheide aus ist eine optimale Ergänzung einer gynäkologischen Routineuntersuchung oder Krebsvorsorgeuntersuchung. Durch diese Methode können nicht tastbare Eierstocktumore und Gebärmuttererkrankungen wesentlich früher erkannt werden. Ohne diese Untersuchung fallen Eierstocktumore meist erst dann auf, wenn sie aufgrund ihrer Größe Schmerzen verursachen oder überhaupt erst tastbar werden.

Bösartige Erkrankungen der Gebärmutterschleimhaut machen sich in den meisten Fällen durch Blutungsstörungen bemerkbar. Die Ultraschalluntersuchung erhöht die Chance der Früherkennung und kann damit die Heilungsaussichten erheblich verbessern.

Wir bieten Ihnen folgende Zusatzleistungen in unserer Praxis an:

Ultraschalluntersuchung der inneren Genitalorgane von der Scheide aus (Vaginalsonographie)

Die Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Blase von der Scheide aus ist eine optimale Ergänzung einer gynäkologischen Routineuntersuchung oder Krebsvorsorgeuntersuchung. Durch diese Methode können nicht tastbare Eierstocktumore und Gebärmuttererkrankungen wesentlich früher erkannt werden. Ohne diese Untersuchung fallen Eierstocktumore meist erst dann auf, wenn sie aufgrund ihrer Größe Schmerzen verursachen oder überhaupt erst tastbar werden.

Bösartige Erkrankungen der Gebärmutterschleimhaut machen sich in den meisten Fällen durch Blutungsstörungen bemerkbar. Die Ultraschalluntersuchung erhöht die Chance der Früherkennung und kann damit die Heilungsaussichten erheblich verbessern.

Ultraschalluntersuchung der Brust (Mammasonographie)

Die Ultraschalluntersuchung der Brust (Mammasonographie) ist in der Regel eine Ergänzung zur Mammographie und kommt ohne Strahlenbelastung aus. Sie dient der Abklärung von Tastbefunden und ermöglicht die Erkennung von kleinsten Veränderungen der Brustdrüse, bevor diese eine tastbare Größe erreichen. Bei Frauen unter 40 Jahren ist sie aussagekräftiger als die Mammographie. Für Frauen über 40 ist die Mammasonographie in Ergänzung zur Mammographiezu sehen. Für Frauen ohne Risikofaktoren und ohne Beschwerden ist die Durchführung einer Mammasonographie als IGEL-Leistung auch unabhängig von einer Mammographie empfehlenswert.

Urintest zur Früherkennung von Blasenkrebs

Bei Nachweis von Blut im Urin, der nicht durch eine Infektion bedingt ist, oder bei Bestehen anderer Risikofaktoren empfehlen wir ergänzend einen Test im Urin auf Blasentumor-assoziiertes Antigen (BTA). Blasenkrebs macht etwa 2-3% aller bösartigen Tumore beim Menschen aus und tritt im höheren Alter auf. Raucherinnen oder Frauen mit häufigem Umgang mit Chemikalien haben jedoch schon früher ein erhöhtes Risiko für Blasenkrebs.

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs (HPV-Impfung)

Die Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs ist dank der gesetzlichen Krebsvorsorge (regelmäßige Abstrichentnahme vom Gebärmutterhals) deutlich zurückgegangen. Die gesetzliche Krebserkennungsuntersuchung sieht daher eine jährliche Abstrichentnahme zur Früherkennung von Zellveränderungen des Gebärmutterhalses vor. Es handelt sich hierbei um eine sehr gute Methode, jedoch kann sie keine 100%ige Sicherheit gewährleisten.

Deutlich zugenommen haben in den letzten Jahren bösartige Tumoren im Bereich der Vulva und der Scheide. Der wichtigste Auslöser für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs, von Krebs der Vulva und der Scheide, sind Infektionen mit bestimmten Typen des sog. Human-Papilloma-Virus (HPV), sogenannte High-risk-HP-Viren. Die Ausbreitung der High-risk-HP-Viren hat ebenfalls zugenommen, sie gehören zu den häufigsten Auslösern von Infektionen im Genitalbereich. Die Übertragung erfolgt sexuell. Ca. 70% der Bevölkerung hat in ihrem Leben Kontakt mit dem HP-Virus. Diese Infektion löst keine Beschwerden aus und heilt in ca. 90% der Fälle folgenlos aus. Bei ca. 10% der Frauen besteht jedoch eine chronische Infektion, die das Risiko erhöht, später an Gebärmutterhalsveränderungen, im schlimmsten Fall an Gebärmutterhals-, Scheiden- oder Vulvakrebs, zu erkranken.

Seit einigen Jahren gibt es eine Impfung gegen die häufigsten High-risk-HP-Viren sowie gegen HP-Viren, die Genitalwarzen verursachen. Die Entwicklung dieses Impfstoffs zählt zu den größten Errungenschaften der Medizin in unserer Zeit. Große Studien haben gezeigt, dass der Impfstoff Vorstufen bösartiger Veränderungen im Genitalbereich junger Frauen und Mädchen sowie die zwar harmlosen aber sehr störenden Genitalwarzen zu nahezu 100% verhindert.

Den größten Schutz bietet diese Impfung vor dem ersten Sexualkontakt und wird daher vom 11. bis zum 18. Lebensjahr, teilweise auch bis zum 26. Lebensjahr, von den Krankenkassen übernommen. Klinische Studien zeigen darüberhinaus, dass auch ältere (>18 Jahre) und sexuell bereits aktive Frauen und Mädchen von der Impfung profitieren. So sind klinischen Studien zufolge nach vier Sexualpartnern noch etwa 70% der Frauen HPV-negativ. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Frau gleichzeitig mit beiden High-risk-HP-Viren und denen, die Genitalwarzen verursachen, infiziert, liegt unter einem Prozent. Auch nach einer bereits durchgemachten Infektion schützt die Impfung vor der Neuansteckung. Ein Drittel der gesetzlichen Krankenkassen übernimmt inzwischen die Impfkosten bis zu einem Alter von 26 Jahren.

Die Impfung gegen HPV ist intensiv erforscht und sehr sicher. Sie erfolgt dreimal im Abstand von 2 und 6 Monaten und wir im Allgemeinen gut vertragen.

Chlamydien-Screening

Chlamydien sind Bakterien, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden. Ca. 12% aller Frauen infizieren sich im Laufe des Lebens mit diesen Bakterien, am häufigsten ist die Infektion in den ersten sexuell aktiven Jahren. In vielen Fällen treten keine Beschwerden auf. Das Gefährliche an Chlamydien ist, dass die Infektion, wenn sie unerkannt bleibt, zu den Eileitern aufsteigen kann und dort durch Entzündungsprozesse unter Umständen zu Unfruchtbarkeit führt. Da man diese Infektion gut behandeln kann, wird bei sexuell aktiven Mädchen und Frauen bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres ein Test auf Chlamydien im Urin einmal pro Jahr kostenlos durchgeführt. Diese Untersuchung ist auch über das Alter von 25 Jahren hinaus als IGEL-Leistung empfehlenswert.

Impfung mit Gynantren gegen wiederholte Scheideninfektionen

Infektionen der Scheide gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Frau. Normalerweise ist die Scheide durch die Besiedelung mit sogenannten Milchsäurebakterien, die eine Reihe von Substanzen bilden, die es schädlichen Bakterien erschweren sich anzusiedeln, vor Infektionen geschützt. Nach Scheideninfektionen bzw. deren Behandlung ist es daher oft sinnvoll, Milchsäurebakterien-Stämme in die Scheide zu applizieren (z.B. mit speziellen Vaginalzäpfchen oder –tabletten), um möglichst schnell das schützende Milieu wieder aufzubauen. Die Stabilisierung der Vaginalflora (Besiedelung durch Milchsäurebakterien) kann auch durch eine Impfung mit Gynantren erreicht werden, die die Immunabwehr aktiviert und zudem die Besiedelung mit effektiven Milchsäurebakterien fördert.

Die Impfung mit Gynantren erfolgt dreimal im Abstand von 14 Tagen und kann nach einem Jahr mit einer einmaligen Auffrischimpfung wiederholt werden. Die Impfung ist gut verträglich. Sie schützt in 80% vor dem Wiederauftreten von bakteriellen Scheideninfektionen und wirkt sich auch günstig auf die Häufigkeit von Pilzinfektionen aus. Empfehlenswert ist die Impfung für Frauen, die 3-4x pro Jahr unter einer Scheideninfektion leiden.

Einlage einer Spirale oder Kupferkette in die Gebärmutter zur Verhütung oder zur Kontrolle von Blutungsstörungen

Frauen, die eine dauerhafte und unkomplizierte Verhütung mit oder ohne Hormone wünschen, bieten wir die Einlage einer Spirale an. Auch bei Blutungsstörungen kann die Einlage einer Hormonspirale empfehlenswert sein. Es gibt Spiralen mit und ohne Hormone, der Schutz hält für 5 Jahre an. Als hormonfreie Alternative gibt es die Möglichkeit der Einlage eine Kupferspirale oder einer kleinen Kupferkette in die Gebärmutter.

Zu diesem Verfahren und zur Auswahl der für Sie am besten geeigneten Form beraten wir Sie gern im persönlichen Gespräch.